Spanische Spezialitäten, die nicht jeder kennt

Spanische Spezialitäten werden immer beliebter. Während früher mit mediterraner Küche hierzulande meist italienische Kost gemeint war, bekommen typische spanische Lebensmittel eine immer größere Bedeutung. Und das vollkommen zurecht – denn spanisches Essen macht richtig Spaß!

Klassiche Gerichte wie die Paella, die Gazpacho oder berühmte Lebensmittel wie spanisches Olivenöl kennt mittlerweile nahezu jeder. Doch was sind echte spanische Spezialitäten, die zumindest jeder Genießer schon einmal probiert haben sollte? Wir stellen Ihnen die Top-5 echter spanischer Spezialitäten vor. Beginnen wir mit dem Frühstück.

Spanische Spezialitäten, die nicht jeder kennt

Churros:

Wer sie einmal gegessen hat, möchte Churros nicht mehr missen. Das leckere Spritzgebäck ist ein klassisches spanisches Frühstück. Churros werden aus Brandmasse hergestellt und anschließend in heißem Öl frittiert. Die Churros-Masse wird dabei kreisförmig in eine offene Friteuse gespritzt und nach dem Backen mit einer Schere in kleinere Stücke geschnitten. Meistens werden die Churros in heiße Schokolade getunkt und mit Zucker bestreut. Sehr kalorienreich…aber einfach unglaublich lecker!

>> Churros Rezept zum selber machen

Café Cortado:

Der Kaffeekultur kommt in Spanien eine große Bedeutung zu. Es wird sehr viel Kaffee getrunken – und meist ist dieser ziemlich stark. Ähnlich wie in anderen südlichen Ländern wird dabei auf klassischen Filterkaffee nahezu verzichtet. Die bekanntesten Varianten sind wahrscheinlich der café solo, der café con leche und der café cortado. Der café solo kommt einem Espresso gleich und der café con leche einem Milchkaffee. Eine wirklich typische spanische Spezialität ist hingegen der café cortado. Bei dieser Variante wird ein starker Espresso mit etwa derselben Menge heißer Milch aufgegossen. Eigentlich ganz simpel – allerdings haben ihn die meisten noch nicht probiert. Genießen Sie Ihren Kaffee mal auf eine andere Art – es lohnt sich!

café cortado

Café cortado

Tortilla de patata

Die „tortilla de patata“ besteht aus Kartoffeln, Eiern und Olivenöl und ähnelt einem deutschen Omelett. Bei der Zubereitung werden gewürfelte Kartoffelstücken in reichlich Olivenöl angebraten und anschließend mit der Eimaße übergossen. Ist die Tortilla auf der einen Seite halbwegs fest, muss sie gewendet werden, sodass die komplette Eimasse gleichmäßig stocken kann. Häufig wird die Tortilla mit etwas Paprika, Zwiebeln oder Churizo verfeinert – hier ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Gegessen wird sie meistens kalt. Die Tortilla wird mittlerweile auch immer bekannter und entwickelt sich langsam zum Klassiker unter den spanischen Spezialitäten. Außerhalb Spaniens erfährt sie allerdings noch immer zu wenig Aufmerksamkeit – unbedingt ausprobieren!

>> Rezept für eine Tortilla de patata

Pimientos de padrón 

Pimientos de padrón sind keine grüne Bratpaprika, welche sich hervorragend als Beilage zu Fisch und Fleisch eignen. Aber auch als kleiner Snack für zwischendurch eignen sich das würzige Gemüse sehr gut. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Pimientos abwaschen, trocken tupfen und in reichlich Olivenöl einlegen. Eine Pfanne erhitzen und die Pimientos bei hoher Hitze so lange braten, bis sie dunkel und schrumpelig werden. Anschließend mit Meersalz bestreuen und genießen! 

Das Beste zum Schluß: Spanischer Schinken

Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Den spanischen Serrano Schinken kennt doch jeder“. Tatsächlich ist der Jamón Serrano wahrscheinlich die spanische Spezialität schlechthin. Allerdings hat die Welt des spanischen Schinkens weitaus mehr zu bieten. Richtig interessant wird es erst, wenn man sich mit dem Ibérico Schinken beschäftigt. Eine echte spanische Spezialität und wahre Delikatesse. Anders als der Serrano Schinken stammt der Ibérico Schinken vom iberischen Schwein und hat einen unvergleichlichen Geschmack. Eine bestimmte Sorte unter den Iberico Schinken, der sogenannte „Bellota Schinken“, wird unter Kennern auch als der beste Schinken der Welt bezeichnet.

Nun haben wir ein paar echte Geheimtipps aus der spanischen Küche kennengelernt, die Sie unbedingt einmal probieren sollten. Die spanischen Essgewohnheiten sind allerdings nicht nur von den leckeren spanischen Spezialitäten geprägt. Allgemein lässt sich sagen, dass das Essen generell einen sehr hohen Stellenwert bei den Spaniern einnimmt und den Alltag maßgeblich beeinflusst. Auf die typische „siesta“ nach dem Mittagessen möchte beispielsweise kein Spanier verzichten. 

Spanische Essgewohnheiten

Im Grunde sind die spanischen Mahlzeiten ganz klassisch in Frühstück (desayuno), Mittagessen (comida) und Abendessen (cena) aufgeteilt.

Frühstück (desayuno)

Ein spanisches Frühstück besteht meist aus einem Kaffee mit Milch (café con leche) und einem Croissant oder einem getoasteten Weißbrot mit Tomate und Olivenöl (tostada). Eine echt typische spanische Spezialität zum Frühstück sind Churros. Dieses frittierte Spritzgebäck wird meistens in heiße Schokolade getunkt und einem café con leche genossen.

Mittagessen (comida)

Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit der Spanier, welche meistens aus drei Gängen besteht. Angefangen wird mit einem Salat, einer Suppe oder ein paar Tapas. Der Hauptgang besteht meist aus Fleisch oder Fisch und zum Nachtisch gibt es Kuchen oder frische Früchte.

Abendessen (cena)

Da die Spanier vergleichsweise spät zu Mittag essen, verschiebt sich auch das Abendessen weiter nach hinten und wird meist gegen 21 Uhr eingenommen. Das Abendessen fällt allerdings etwas kleiner aus und besteht häufig aus etwas spanischen Schinken, Käse, Baguette und ein paar Tapas.

Die Siesta

Übersetzt bedeutet die „siesta“, dass nach dem Mittagessen etwa eine halbe bis eine Stunde geschlagen wird. In der Zeit zwischen 14 – 17 Uhr werden häufig auch 1-2 Stunden Geschäfte und Büros geschlossen. Das ist allerdings auch notwendig, wenn man bedenkt, dass in Spanien zum Teil extreme Temperaturen herrschen. Durch die „siesta“ kann die anstrengende Mittagshitze umgagen werden bevor die Geschäfte ihre Pforten bis spät in den Abend wieder öffnen.

Sobremesa:

Wie bereits erwähnt, haben die gemeinsamen Mahlzeiten in Spanien einen sehr hohen Stellenwert. Deshalb lassen sie sich dabei viel Zeit und auch nach dem Essen wird nicht sofort der Tisch abgeräumt. Stattdessen wird bei der sogenannten „sobremesa“ (übersetzt: Tischdecke) stundenlang weiter am Tisch gesessen und geplaudert.